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Ratgeber 7 Min. Lesezeit

Welche Geldbeutelfarbe bringt Glück — und welche ist praktisch?

Rot, Gold, Schwarz: über Glücksfarben für den Geldbeutel gibt es viele Überlieferungen — und sie widersprechen sich. Was geglaubt wird, sauber getrennt von dem, was praktisch für eine Farbwahl spricht.

Adriana P.
Stand:
Rotes Kartenetui aus Leder neben Karten auf hellem Untergrund

Unsere Empfehlungen im Überblick

Modell Bewertung Preis Zum Produkt
Unsere EmpfehlungHodalump Classic Geldbörse 4.8 von 52129 Bewertungen €39,95 Ansehen
Classic Geldbörse Kare 4.8 von 5165 Bewertungen €39,95 Ansehen
Classic Geldbörse Lugge schwarz 4.7 von 5217 Bewertungen €39,95 Ansehen
Business Geldbörse Steinbock Edition 4.7 von 5139 Bewertungen €24,95 Ansehen
Kartenetui Rot Edition 5.0 von 59 Bewertungen €39,95 Ansehen

Alle Angaben nach bestem Wissen zum genannten Stand. Preise und Verfügbarkeit können sich ändern.

Zwei Fragen, die bei Geldbörsen ständig gestellt werden: „Welche Farbe bringt Glück?“ und „Welche Farbe sollte eine Geldbörse haben?“ Die erste kommt aus Feng Shui und Volksglauben, die zweite aus dem Alltag. Beide sind berechtigt, und sie gehören getrennt beantwortet — sonst kommt eine Empfehlung heraus, die weder das eine noch das andere ernst nimmt.

Dieser Text macht genau das: erst, was überliefert wird, dann, was praktisch für eine Farbe spricht. Klar markiert, was was ist.

Was über Glücksfarben überliefert wird

Die bekanntesten Regeln stammen aus dem Feng Shui, einer chinesischen Lehre von der Anordnung von Räumen und Gegenständen. Sie ordnet Farben den fünf Elementen Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser zu. Aus diesen Zuordnungen leiten Ratgeber dann Empfehlungen für Geldbörsen ab.

Wichtig vorweg: Das sind Überlieferungen und Deutungen, keine überprüfbaren Aussagen. Es gibt keine Untersuchung, die zeigt, dass eine Geldbörsenfarbe das Einkommen beeinflusst — und wir behaupten das auch nicht. Was folgt, ist eine Wiedergabe dessen, was verbreitet ist.

  • Schwarz wird dem Wasserelement zugeordnet. Wasser steht für Fluss und Vermehrung, weshalb Schwarz in vielen Feng-Shui-Ratgebern als die sicherste Wahl für eine Geldbörse gilt — Vermögen soll fließen, aber gehalten werden.
  • Blau gehört ebenfalls zum Wasser. Hier gehen die Meinungen auseinander: Manche Quellen sehen darin denselben positiven Fluss, andere warnen, dass Geld dann eher abfließt als bleibt.
  • Gold, Gelb und Beige werden Erde und Metall zugeschrieben und gelten als Farben des Wohlstands. Gold ist in vielen asiatischen Traditionen die Wohlstandsfarbe schlechthin.
  • Braun steht für Erde: Stabilität, Bewahren, ruhiges Wachstum. Eine der am seltensten kritisierten Farben in diesen Ratgebern.
  • Rot ist der interessanteste Fall, weil sich die Überlieferungen offen widersprechen. In der allgemeinen chinesischen Symbolik ist Rot die Glücksfarbe — rote Umschläge mit Geld sind ein Neujahrsbrauch. In Feng-Shui-Ratgebern zur Geldbörse wird Rot dagegen häufig abgeraten: Rot ist Feuer, und Feuer verbrennt. Beides steht nebeneinander, beides wird ernsthaft vertreten.
  • Grün gehört zum Holz und steht für Wachstum — in den meisten Darstellungen positiv besetzt.
  • Weiß wird dem Metall zugeordnet. Manche sehen darin Klarheit, andere Leere.

Wann es danebengeht: die Regeln widersprechen sich

Wer zwei Stunden im Netz sucht, findet für fast jede Farbe eine Empfehlung und eine Warnung. Rot ist das offensichtlichste Beispiel, Blau das zweitoffensichtlichste. Das liegt nicht daran, dass irgendwer schlampt, sondern daran, dass Feng Shui eine gewachsene Tradition mit mehreren Schulen ist — und dass viele Onlineartikel diese Schulen munter mischen.

Dazu kommt: Klassisches Feng Shui bezieht sich auf Räume und Himmelsrichtungen, nicht auf Gegenstände in der Hosentasche. Die Übertragung auf Geldbörsen ist eine moderne Erweiterung. Man kann sie schön finden, sollte sie aber nicht für eine überlieferte Regel halten.

Unsere Einordnung, offen gesagt: Wenn dir eine bestimmte Farbe ein gutes Gefühl gibt, ist das ein völlig legitimer Kaufgrund. Ein gutes Gefühl beim täglichen Griff in die Tasche ist mehr wert als jede Elementezuordnung. Nur sollte man es nennen, wie es ist — ein gutes Gefühl, keine Wirkung.

Der Teil, der sich überprüfen lässt: was Farbe im Alltag macht

Jetzt zur zweiten Frage. Welche Farbe eine Geldbörse haben sollte, lässt sich nämlich durchaus beantworten — nur nicht über Symbolik, sondern über vier nüchterne Punkte.

1. Wie die Farbe altert. Das ist der wichtigste Punkt und der, an den kaum jemand denkt. Bei durchgefärbtem, geöltem Leder sitzt die Farbe im Material. Scheuert die Faltkante nach zwei Jahren, kommt darunter dieselbe Farbe zum Vorschein. Bei pigmentiertem Leder liegt die Farbe obenauf — dort wird Abrieb hell und sichtbar. Ein braunes geöltes Leder sieht deshalb nach fünf Jahren interessant aus, ein hell lackiertes eher abgenutzt.

2. Wie sichtbar Schmutz wird. Helle Börsen — Weiß, Beige, Peach, Rosa — nehmen Handfett und Jeansfarbe an. Das ist kein Verarbeitungsfehler, das ist Physik. Wer eine helle Börse in der Gesäßtasche einer dunklen Jeans trägt, hat nach einem Sommer eine leicht angegraute Börse. In der Handtasche hält sich Helles deutlich besser.

3. Ob du sie wiederfindest. Klingt banal, ist es nicht. Eine schwarze Börse in einer schwarz gefütterten Handtasche ist eine tägliche Suchaktion. Eine farbige Börse springt einem entgegen. Das ist der praktischste Grund für Farbe, den es gibt.

4. Wozu du sie trägst. Schwarz passt zu allem und fällt im Business nicht auf. Braun ist wärmer, passt zu Jeans und Tracht, wirkt neben einem schwarzen Anzug aber manchmal wie ein Fremdkörper. Kräftige Farben sind eine Entscheidung, die man täglich mitträgt.

Braun: die unauffällig vernünftige Wahl

Braun ist bei Geldbörsen so verbreitet, weil es zwei Dinge gleichzeitig kann: Es kaschiert Gebrauchsspuren, und es wird durch Patina eher besser. Wer eine Börse zehn Jahre tragen will, fährt damit am unkompliziertesten.

Typische Vertreter sind die Hodalump Classic Geldbörse für 39,95 € aus Hunter Vintage Leder oder die Classic Geldbörse Kare für 39,95 €, die es wahlweise in Braun oder Schwarz gibt.

Wann es danebengeht: Braun ist nicht gleich Braun. Ein geöltes Hunterleder dunkelt in den ersten Monaten sichtbar nach. Wenn du dir ein bestimmtes Braun ausgesucht hast, wird es dieses Braun nicht bleiben. Wer eine konstante Farbe will, ist bei Schwarz besser aufgehoben.

Schwarz: die Farbe, die nichts erzählt — und das ist der Punkt

Schwarz altert am unauffälligsten, weil Gebrauchsspuren im Dunkeln verschwinden. Es passt zu Business-Kleidung, zu allem anderen auch, und es ist die Farbe, bei der niemand nachfragt.

Im Sortiment etwa die Classic Geldbörse Lugge schwarz für 39,95 € aus Black Cow Hunter Leder oder die Business Geldbörse Steinbock Edition für 24,95 €. Bei der Großen Geldbörse Soferl für 59,95 € und der Slim Geldbörse Franz für 24,95 € kannst du zwischen Braun und Schwarz wählen.

Wann es danebengeht: Schwarz in einer schwarzen Handtasche. Das ist der häufigste Grund, warum Leute nach zwei Jahren doch auf eine farbige Börse wechseln.

Rot: die umstrittene Glücksfarbe

Wenn du dich für Rot entscheidest, weil es dir gefällt oder weil dir die Symbolik etwas bedeutet, spricht praktisch wenig dagegen. Rot ist dunkel genug, dass Schmutz nicht sofort auffällt, und auffällig genug, dass du die Börse in jeder Tasche findest.

Konkret gibt es das Kartenetui Rot Edition für 39,95 € — mehrere Kartenfächer plus Mittelfach für Scheine oder Belege — und als zurückhaltendere Variante das Kartenetui Hodalump BLACK/RED für 39,95 €, bei dem Rot nur als Akzent auftaucht.

Wann es danebengeht: Gefärbtes Leder in kräftigen Tönen kann in der Einlaufphase auf sehr helle Stoffe abfärben, besonders wenn es feucht wird. Wer eine weiße Leinenhose und Regen kombiniert, sollte das wissen.

Grün, Silber, Peach: wenn die Börse auffallen darf

Farbe ist im Sortiment eher die Ausnahme, aber es gibt sie. Das Kartenetui für 39,95 € gibt es neben Braun und Schwarz auch in Blaugrün und Hellgrün — mit Platz für bis zu 10 Karten, Münzfach und RFID-Schutz. Die Mittelgroße Geldbörse Miri für 46,95 € ist in Peach, Weiß und Schwarz zu haben. Die Taschenbörse ab 39,95 € — halb Geldbörse, halb Clutch, mit abnehmbarer Handschlaufe — kommt in Braun, Schwarz und Rosa.

Wer es glänzend mag: die Damenbörse mit Glanz für 49,95 € aus Rindleder, mit mehreren Kartenfächern, großem Scheinfach und Münzfach mit Reißverschluss. Auffälliger noch die Leo Gretl für 59,95 €. Weitere Farbvarianten stehen in den Damen-Geldbörsen.

Wann es danebengeht: Helle und glänzende Oberflächen sind ehrlich — sie zeigen jeden Kratzer und jeden Fingerabdruck. Bei Peach und Weiß kommt hinzu, dass dunkle Jeans abfärben können. Beides sind Handtaschenfarben, keine Hosentaschenfarben.

Die kurze Entscheidungshilfe

Wenn du … dann
die Börse in der Gesäßtasche trägst Braun oder Schwarz, geöltes Leder
sie im Business dabeihast Schwarz
sie ständig in der Handtasche suchst etwas Farbiges — Rot, Grün, Peach
willst, dass sie lange neu aussieht Schwarz, glatt und pigmentiert
willst, dass sie Charakter bekommt Braun, geölt, Hunter
an eine Glücksfarbe glaubst nimm sie — und prüf zusätzlich die vier praktischen Punkte oben

Kurz zusammengefasst

  • Zu Glücksfarben gibt es Überlieferungen aus Feng Shui und Volksglauben. Schwarz und Braun gelten dort meist als günstig, Gold und Gelb als Wohlstandsfarben. Bei Rot und Blau widersprechen sich die Quellen offen.
  • Belegbar ist davon nichts. Wenn dir eine Farbe ein gutes Gefühl gibt, ist das ein guter Grund — aber ein anderer als eine Wirkung.
  • Praktisch entscheidend sind vier Dinge: wie die Farbe altert, wie sichtbar Schmutz wird, ob du die Börse wiederfindest und wozu du sie trägst.
  • Braun kaschiert am meisten und gewinnt durch Patina. Schwarz altert am unauffälligsten. Helle Töne gehören in die Handtasche, nicht in die Jeans.
  • Ob die Farbe im Leder sitzt oder darauf, entscheidet darüber, wie die Börse nach Jahren aussieht. Mehr dazu in Welches Leder ist das beste für eine Geldbörse und in Patina, Wasserflecken, Kratzer.
  • Das Farbangebot ist überschaubar: Die meisten Modelle gibt es in Braun und Schwarz, farbige Varianten findest du vor allem bei den Kartenetuis und den Damen-Geldbörsen.